“Gemeinsam sind wir stärker”, sagen Jungunternehmer Ilja Jay Lawal und Attila S. Senkaya. Engstirniges Versteifen auf Qualifikation und Kompetenz reichen leider nicht mehr aus, was wirklich zählt sind Kontakte.

1

Auch wenn diese Erkenntnis einige, vor allem hochqualifizierte junge UnternehmerInnen vor den Kopf stoßen mag, so muss man sich doch dessen bewusst sein, dass Know How und Qualifikation alleine nicht mehr das goldene vom Ei sind.

Was bringt die beste Ausbildung, wenn man nicht die nötige Soziale Kompetenz aufbringen und ein gutes Netzwerk an Kontakten bedienen kann. Attila und Ilja, ihres Zeichens nach zwei kreative Jungunternehmer und Netzwerker wie sie im Buche stehen, können ein Lied davon singen wie wichtig ein starkes Kontaktfeld für unternehmerischen Erfolg ist.

 

Doch warum ist das so? Heutzutage werden Ausbildung und Qualifikation meist als selbstverständlich erachtet. Die Branche setzt voraus, dass man das nötige Skill-Set mitbringt wenn man unternehmerisch tätig werden will, ansonsten sollte man sich dieser Herausforderung ja gar nicht erst stellen, könnte man meinen.

Fakt ist: die Konkurrenz schläft nicht. Um in einer gesellschaftlichen Wirtschaft wie der heutigen, die von kreativen Ideen, charismatischen Führungspersonen und innovativen Start-Ups nur so zu strotzen scheint, bestehen zu können, müssen Kontakte für das wahrgenommen werden was sie tatsächlich sind: unbegrenzte Möglichkeiten und Macht.

Zwei vermeintliche Lieblingswörter der “Generation Y” lauten nicht umsonst Kooperation & Gegengeschäft. “Wir haben eine Kooperation mit […]”, “Können wir uns auf ein Gegengeschäft einigen?”, Attila und Ilja kennen diese Entwicklung nur zu gut. Die Praxis sieht so aus: hilfst du mir, helfe ich dir.

Ihre Erfahrung ziehen die beiden Kreativen direkt aus der Praxis. Ilja zählt zu den Gründern der Wiener Mode- und Lifestylemarke “TrueYou”, die für unkonventionelles, revolutionäres Auftreten, sowie branchenübergreifende Kooperationen bekannt ist und betreibt nebenbei den Männerblog “Way Of Jay”, der sich auf Simplizität und editoriellen Content spezialisiert.

Attila kann auf langjährige Erfahrung in der Eventbranche zurückblicken und ist einer der Gründer der Wiener Event- und Kreativcommunity “GOOD LIFE CREW”, die mittlerweile eine Institution der heimischen Eventbranche darstellt und gemeinsam mit den Marken “vieFILM” und “Lifethings Teil der LIFE GROUP ist.

Ilja Jay Lawal / Foto: Philipp Zottl, Constant Evolution | Location: f6 The open factory
Ilja Jay Lawal / Foto: Philipp Zottl, Constant Evolution | Location: f6 The open factory
Atilla Senkaya / Foto: Philipp Zottl, Constant Evolution | Location: f6 The open factory
Atilla Senkaya / Foto: Philipp Zottl, Constant Evolution | Location: f6 The open factory

Die Tatsache, dass Kontakte heutzutage das A und O der Kreativszene darstellen ist Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite bieten neue Bekanntschaften ungeahnte berufliche Möglichkeiten, während auf der anderen Seite ein nicht existentes Netzwerk innovative Projekte und Ideen einschränken und sogar zum Scheitern verurteilen kann. Wie baut man ein erfolgreiches Netzwerk auf und welche Handlungsempfehlungen und Tipps lassen sich nun für die Praxis liefern?

  1. Better together – Dieses Leitmotiv sollte sich durch sämtliche kreative Prozesse und Gründungsphasen ziehen, denn Fakt ist, dass gemeinsam viel mehr Potential ausgeschöpft werden kann als alleine. Das Aufbauen und Betreuen eines starken Netzwerkes sollte eine wesentliche Rolle im Leben eines jeden Gründers darstellen.
  2. Develop yourself – Wenngleich die beiden Kreativen große Verfechter des Netzwerken als solches und der damit verbundenen Relevanz von Kontakten sind, so weisen sie Kompetenz eine nicht minder essenzielle Rolle zu ? “Kontakte sorgen dafür, dass man zum Essen eingeladen wird – Kompetenz braucht ihr um bis zum Dessert zu bleiben”.
  3. Hard work pays off – Oftmals bedarf es einer immensen Menge an Stunden und Commitment bevor die ersten Resultate sichtbar werden und noch viel mehr Schweiß und Tränen bevor das Projekt überhaupt ansatzweise lukrativ zu werden beginnt. Nichtsdestotrotz lehrt die Praxis hier: “Dran bleiben”, denn: “Biss und Durchhaltevermögen machen den Unterschied aus”.

Read the full Post in Forbes Austria here

Further reading